Privatpersonen, Vereine und Unternehmen können Tanz Bozen unterstützen – und damit einen wichtigen Beitrag zu einem hochwertigen Kulturangebot in unserem Land leisten. Bolzano Danza schafft über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg Gemeinschaft und lässt die verschiedensten Künste verschmelzen: von Architektur über Design und Musik bis zur darstellenden Kunst. Wer das Festival unterstützt, fördert gleichzeitig Kultur, Integration, Nachhaltigkeit … und Schönheit!
MATTEO SEDDA – FUCK ME BLIND – Preview
Das Duo FUCK ME BLIND ist inspiriert von Blue, dem letzten autobiografischen Film, den Derek Jarman nur wenige Monate bevor er an AIDS starb, drehte. Darin setzt sich Jarman, fast erblindet, mit seinem bevorstehenden Tod auseinander und bekräftigt seinen Anspruch, weiterzuleben. Das „International Klein Blue“, eine Farbe, die dem Regisseur sehr am Herzen lag, und das einzige Bild des Films, bilden den Ausgangspunkt dieser Choreografie, in der sich die Körper unaufhörlich in Richtung Unendlichkeit drehen. Mit denselben nicht-narrativen Mitteln wie der Film beschwört FUCK ME BLIND eine hypnotische Erfahrung vor dem Hintergrund einer homoerotischen Landschaft und mittels ästhetischer Codes, die an einen homoerotischen Volkstanz erinnern. Der Tanz der beiden Körper symbolisiert die gegensätzlichen und doch untrennbaren Kräfte Eros und Thanatos und untermauert den Existenzanspruch des Regisseurs.
Matteo Sedda ist Choreograf, Tänzer und Aktivist und stammt aus Sardinien. Er arbeitet als Freelancer für verschiedene Künstler, darunter Jan Fabre, Enzo Cosimi, Aïda Gabriëls und Igor x Moreno. Seit 2018 ist seine choreografische Arbeit stark von seiner HIV-Erkrankung geprägt. Indem er die Konzepte Begehren und Verletzlichkeit erforscht, setzt er sich auf neue Weise mit AIDS auseinander und erneuert den Dialog zwischen historischer Erinnerung und künstlerischer Aufarbeitung. Sein erstes Solo POZ!, in dem er sich als HIV-positiv outete, wurde zu einem künstlerischen Manifest. FUCK ME BLIND, Gewinner der DNAppunti Coreografici 2024, wird am 19. Oktober 2025 beim Romaeuropa Festival uraufgeführt.
MITWIRKENDE
Idee und Regie: Matteo Sedda / Choreografie und Performance: Marco Labellarte, Matteo Sedda / Ton: Gio Megrelishvili / Dramaturgie und Lichtdesign: Margherita Scalise / Kostümdesign: Maarten Van Mulken / Mentoring: Igor Urzelai Hernando, Moreno Solinas / Produktion: Fuorimargine – Centro di Produzione di Danza e Arti Performative della Sardegna / Koproduktion: Théâtre de Vanves, Scène conventionnée dʼintérêt national / Mit Unterstützung von: Grand Studio (BE) / Gewinnerprojekt von DNAppunticoreografici / Gefördert und unterstützt von: Fondazione Romaeuropa, .Gender Bender Festival, Triennale Milano Teatro, Centro Nazionale di produzione della danza Virgilio Sieni, Operaestate Festival/Centro per la scena contemporanea, Bassano del Grappa, und Lʼarboreto – Teatro Dimora di Mondain
In Zusammenarbeit mit DNA Appunti Coreografici – Romaeuropa Festival