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Location

Bunker H

Fagenstraße 14 | 39100 Bozen

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WIDERSTANDSFÄHIG

Vom Schutzraum zum Kulturraum

Tief im Guntschnaberg verbirgt sich ein Ort, den viele Boznerinnen und Bozner lange nur vom Hörensagen kannten. Wer die Stufen zum Bunker H hinabsteigt, betritt ein weit verzweigtes Netz aus Stollen und Hallen, das sich tief durch den Porphyr des Berges zieht. Die Temperatur bleibt hier das ganze Jahr über konstant bei 13 Grad, das Licht ist gedämpft, die Geräusche der Stadt scheinen zu verstummen. Nur wenige Minuten vom historischen Zentrum entfernt öffnet sich eine Welt, die so gar nicht zum vertrauten Bild der sonnigen Alpenstadt passen will.

 

Entstanden zwischen 1943 und 1944, gilt der Bunker H als der größte Luftschutzkeller Südtirols. Tief in den Porphyr des Guntschnabergs gebaut, zeugt die Anlage von einer Zeit, in der Krieg und Besatzung auch das Leben in Bozen nachhaltig prägten. Die weitläufigen Gänge und unterirdischen Hallen bewahren bis heute die Spuren dieser Geschichte.

 

Lange Zeit blieb die Anlage weitgehend verborgen. Heute hat sich der ehemalige Bunker zu einem außergewöhnlichen Ort entwickelt, an dem Geschichte und Gegenwart aufeinandertreffen. Die rohe Architektur, die besondere Akustik und die unverwechselbare Atmosphäre verleihen ihm einen Charakter, den kaum ein anderer Ort in Bozen besitzt. Wo einst Abschottung und Kontrolle herrschten, entstehen heute neue Perspektiven, Begegnungen und kulturelle Erfahrungen. Gerade diese Wandlungsfähigkeit macht den Bunker H zu einem Ort, der dazu einlädt, Bekanntes mit anderen Augen zu betrachten.