Privatpersonen, Vereine und Unternehmen können Tanz Bozen unterstützen – und damit einen wichtigen Beitrag zu einem hochwertigen Kulturangebot in unserem Land leisten. Bolzano Danza schafft über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg Gemeinschaft und lässt die verschiedensten Künste verschmelzen: von Architektur über Design und Musik bis zur darstellenden Kunst. Wer das Festival unterstützt, fördert gleichzeitig Kultur, Integration, Nachhaltigkeit … und Schönheit!
DARKMATTER – Cherish Menzo / GRIP & Frascati Producties
DARKMATTER – Cherish Menzo / GRIP & Frascati Producties
full credits / volledige credits / distribution complete: DARKMATTER: www.grip.house & www.frascatitheater.nl
TEXTE
- Distorted Rap Choir Anthem
- Water Prayers (an ode to Drexciya)
- Mask is the surface
- Water Me (an ode to Drexciya)
- Fictional bodies
- Final Anthem
Distorted Rap Choir Anthem
Es kann sich anfühlen
Als würde ich kommen
Es kann sich anfühlen
Als käme ich voran
Es kann sich anfühlen
Als würde ich kommen
Es kann sich anfühlen
Als käme ich voran
(3x)
Alles zurück, Maschinist
Alles, was gefürchtet ist
Alle Augen voller Tränen
Überall, nur nicht hier
Der Kelch schwebt über uns – Na prost!
Bade im Sternenstaub, wenn du dich traust
Finger und Fäden
Hängen in der Luft
Onyx in Trance, wer lässt die Puppen tanzen?
(Wer lässt die Puppen tanzen?) (4x)
Jenseits der Endlichkeit
Unendliche Epochen
Du weißt, was ich mag, da will ich andocken
Komm wie du bist, komm wie du bist
(Und) Tritt ein ins Reich,
Wo der Fehler ist …
Punkt.
(Text: BOИSU, Cherish Menzo und Shari Kok-Sey-Tjong)
Water Prayers (Ode an Drexciya)
Hörst du das Geflüster
Verrät ihre Geheimnisse
Behandelt uns wie Kriecher
Bringt uns um den Schlaf
Hörst du die Explosion
Stimmen aus dem Meer
Lieder voll Gefühl
Aus ahnungsloser Zeit
Heimatlos, knochenlos, sorglos, formlos,
Heimatlos, knochenlos, sorglos, formlos,
Hörst du das Geflüster
Verrät ihre Geheimnisse
Behandelt uns wie Kriecher
Bringt uns um den Schlaf
Hörst du die Explosion
Stimmen aus dem Meer
Lieder voll Gefühl
Aus ahnungsloser Zeit
Heimatlos, knochenlos, sorglos, formlos,
Heimatlos, knochenlos, sorglos, formlos,
Maritimes Feedback in meine Träume
Ströme unten im Meer
Ihr Radio ist ein U-Boot
Spielt sonntags um 6:16 Uhr
Leiche tief im Wasser, Leiche tief im Meer
Slogans von Erosion, Slogans in Slowmotion
(Text: Camilo Mejía Cortés)
Drexciya war eine Elektro-Band aus Detroit. In ihrer aktiven Zeit, den 1990er Jahren, kombinierten sie eine gewisse Anonymität und Underground/Anti-Mainstream-Ästhetik mit mythologischen Sci-Fi-Elementen, um die dramatische Wirkung ihrer Musik zu steigern. „Drexciya“ ist eine Unterwasserwelt, in der die ungeborenen Kinder afrikanischer Frauen leben, die als Schwangere von Sklavenschiffen ins Meer geworfen wurden. Die Kinder konnten sich im Mutterleib auf Unterwasseratmung umstellen. (Übersetzung GRIP)
Die Maske ist die Oberfläche
Ich glaubte, tief drin zu sein, war aber gefangen in meinem Spiegelbild an der bewegten Oberfläche …
Die Oberfläche scheint sich ständig zu verändern
Spiegel als Skulpturen, Symbole, Tore in andere Welten, in andere Reiche, Wirklichkeiten und Galaxien …
Er sollte einen Sinn für die Wirklichkeit bekommen, sagen sie
Ein Moment, nach dem nichts mehr sein kann wie davor
Dennoch kommt die Wirklichkeit ins Spiel …
Wir sollten zum Mond fliegen
Als maskierte Astronauten, auf gestreuten Bildern von bunten Gewändern
Wir tragen eine grinsende, lügende Maske
Sie verbirgt unsere Wangen, beschattet unsere Augen
Die Schuld zahlen wir für unsere Bösartigkeit
Ein Mund mit Myriaden von Feinheiten
Wir sollten sie nur sehen, wenn wir die Maske tragen
Im Dunkeln bin ich verloren …
Fragmente aus Ephraim Asilis Gedicht „Points on a Space Age“, 2007, 32:42 (in: BLACKSPACE: On the Poetics of an Afrofuture von Anaïs Duplan)
Fragment aus „My Virtual Pussy, My Artificial Lungs“, einem Gespräch von Juliana Huxtable mit Anaïs Duplan (in: BLACKSPACE: On the Poetics of an Afrofuture von Anaïs Duplan)
Fragmente aus dem Gedicht „We wear the mask“ von Paul Laurence Dunbar (1872 – 1906)
Wasser-Ich (Ode an Drexciya)
Gib mir Wasser, ja?
Trag mich im Arm sicher ans Ufer
Morgen bist du nicht mehr da
Der Übergang wiegt schon zu lang auf dir
Du weißt, das Wasser wird dich tragen, die Elemente geben dich nicht auf
Ein Atemzug, dann gehst du unter, in Blitz und Donner, die Geburt ist ein Wunder
Wir loten Tiefen aus bis ins unterste Schwarz
Der Himmel ist vielleicht unter uns
Dieser Horror erschreckt (uns)
Beweine (uns), führ (uns), sieh (uns), fetischier (uns), fütter (uns), glaub (uns), betrauer (uns)
Mir ist, als könnte sie verschwinden
Doch die Zukunft sagt Vielversprechendes voraus
Eine Wasserpflanze, die immer wieder blüht
Keine Verbindung, kein Hacken, kein Gerede
Ein flüssiges Leben ist ihr lieber als ein digitales
Wo der Tag noch zur Nacht werden kann
Surfen unterm Sternenhimmel
Nun ist sie eine, die etwas wird, ein Mythos
Anonym, die Luft der Boden
Die Materie in unserer Ökologie
(Text: Cherish Menzo)
Fiktionale Körper
Fiktionale Körper
Verwischen die Grenzen
Der Körper ist ein Planet, ist ziehender Migrant
Zukunft kann nur für Geister und fürs Gestern sein
Komm, sieh mich, sieh mich
Komm, fühl mich, fühl mich
Wir prallen aufeinander, Knall und Fall
Wie ein Mord
Komm, sieh mich, sieh mich
Komm, fühl mich, fühl mich
(3x)
Fiktionale Körper
Verwischen die Grenzen.
Der Körper ist ein Planet, ist ziehender Migrant
Zukunft kann nur für Geister und fürs Gestern sein
Nimm unsere Zungen, unsere Köpfe, unsere Lungen, unsere Fasern
Schwarze in die Zukunft, Onyx in Trance
Spekuliere, spekuliere, spekuliere
Die Supernova in ein Schwarzes Loch
Rotiere, rotiere, rotiere,
Atme uns ein, atme uns aus
Bis wir hoch in die Wolken wandern
Levitiere, levitiere, levitiere
(2x)
(Text: Cherish Menzo)
Finale Hymne
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Sich anfühlen, es kann sich
Sich anfühlen, es kann sich
Sich
Kann sich anfühlen
Kann sich anfühlen
Kann sich anfühlen
Ja, anfühlen, als würde ich
Ja, anfühlen, als würde ich
Ja, anfühlen, als würde ich
Ja, anfühlen, als käme ich voran
Ja, anfühlen, als käme ich zu schnell voran
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Ja, es kann sich
Kann sich anfühlen wie Kommen, aber ich bin zu langsam
Renne über Wiesen, seh das Haus meiner Zukunft mir im Traum an
Verpixelte Bilder von Schotter
Wolkengedächtnis ist zu zweit
Verschluckt in Blase aus Hellsichtigkeit
Wir fahren viel zu schnell und zittern …
Fette Cyborgs kämpfen und twittern
Regentage auf den Rindern
Dass Texte reisen, kann niemand verhindern
Sieh zu, hör zu, auch wenn ich stotter
(3x)
Ein dunkler Ritter, ja
Sein Pferd ist nicht mehr da
Ein Riss kommt uns ganz nah
Kein Gold mehr im Delta
(3x)
Jetzt glänzen sie für immerdar (7x)
Es marschieren Figuren aus Lehm
Sind in langen Reihen zu sehen
Wird Fiktion irgendwann vergehen? (5x)
Wird Fiktion a – all – alle – alles – alles zu – alles zurück
Alles zurück, Maschinist, alles, was gefürchtet ist
Alle Augen voller Tränen, überall, nur nicht hier
Der Kelch schwebt über uns – Na Prost!
Bade im Sternenstaub, wenn du dich traust
Finger und Fäden, hängen in der Luft
Onyx in Trance, wer lässt die Puppen tanzen?
(Wer lässt die Puppen tanzen?) (4x)
Jenseits der Endlichkeit, unendliche Epochen
Du weißt, was ich mag, da will ich andocken
Komm wie du bist, komm wie du bist
(Und) Tritt ein ins Reich, wo der Fehler ist …
Punkt.
(Text: BOИSU, Camilo Mejía Cortés, Shari Kok-Sey-Tjong und Cherish Menzo)