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Performance

18/07/2018 - 21.00 Uhr - Stadttheater Bozen

COMPAGNIA ZAPPALÀ DANZA

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Liederduett

(due episodi su Caino e Abele)

 

Nach einer Idee von Nello Calabrò und Roberto Zappalà
Choreografie und Regie Roberto Zappalà
Darsteller Adriano Coletta, Filippo Domini, Gaetano Montecasino, Fernando Roldan Ferrer
Pianist Luca Ballerini
Countertenor Riccardo Angelo Strano
Musik Franz Schubert (live vorgetragen), Pierpaolo Cimino (Elektro-Musik)
Dauer ca. 90 min

Uraufführung

In Koproduktion mit Tanz Bozen 2018

In Zusammenarbeit mit Korzo und Festival MilanOltre

 

Ein Klavier, Elektro-Musik, eine Stimme, vier Körper: Das sind die Protagonisten in Liederduett. Die jüngste Arbeit des aus Catania stammenden Choreografen Roberto Zappalà wird im Rahmen von Tanz Bozen uraufgeführt. Zappalà ist Direktor am Scenario Pubblico in Catania, einem der drei vom Ministerium MIBACT anerkannten italienischen Zentren für Tanzproduktionen. Das Diptychon Liederduett besteht aus den zwei eigenständigen, einander ergänzenden Stücken Corpo a Corpo und Come le ali. Inspiriert von einer Meditation über Kain und Abel, behandelt Zappalà in Corpo a Corpo das Thema des ersten Brudermords, des ersten Martyriums: die Folge des ersten Sündenfalls. Im zweiten Teil, Come le ali befasst er sich mit der Symbiose zwischen zwei Körpern, aus der beinahe ein neuer Organismus entsteht. Und was könnte dies besser ausdrücken als das Unisono, das Simultane, das Synchronische, das im Tanz entsteht? Zu Schuberts Liedern – in einer feinen Balance aus Poesie und Klang, Stimme und Instrument – finden die Körper der Tänzer eine neue poetische Ausdrucksform, ohne die Körperlichkeit zu verlieren. So wie das Klavier in Schuberts Liedern nicht nur eine reine Begleitung des Sängers ist, sondern sich als reicher Gegenpart in den Vordergrund stellt, so ist auch der Tanz keine bloße Begleitung zur Musik. In seiner zentralen Rolle vermag es der Tanz, die künstlerische Botschaft in einen zeitgenössischen Sinn zu übertragen. Das apollinische der Lieder mischt sich mit dem dionysischen des Tanz auf der Suche nach Harmonie zwischen Gesang, Klavier und Körper. Der Schwerpunkt der Choreografie liegt mal auf dem Tanz mal auf der Musik: die Übergänge verschmelzen nahtlos.

 

Nach der Aufführung findet ein Künstlergespräch mit Roberto Zappalà statt.

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